Das Projekt Archfactory ist seit dem Jahr 2008 aus einer Studie eines Kleinstwohnhauses entstanden. Mein Ziel war es eine optimierte Planung von Wohn- und Geschäftsbauten im Baukastenprinzip zu erreichen.
Nach Beginn einer Machbarkeitsstudie eines Reihenhauses mit einer Hausbreite von 5,375 m stellte sich bald die Problematik der Abstandflächen des vorliegenden Treppenhaus.
Das vorliegende Treppenhaus ermöglicht es vom Grundsatz, die Serienhäuser flexibel als Einfamilienhaus, Mehrfamilienhaus oder Eigentumswohnungsanlage zu nutzen. Auf Grund der geringen Breite des Hauses wurde die Abstandsfläche von 3,00 Meter unterschritten.
Als habe ich die Studie geändert. Nach der Änderung berücksichtigte die neue Studie nunmehr mit veränderter Breite von 6,225 m die Erfordernisse der Abstandflächen.
Ein weiterer Optimierungsprozess betraf die Barrierefreiheit. Ziel war es das erste Obergeschoss mit einem Treppenlift barrierefrei zu erschließen.
Erneut veränderte sich die Hausbreite um die Bewegungsflächen im Eingangsbereich nach DIN 18040-2 zu erreichen.
Leider waren die Häuser jedoch auf Grund der Breite mit zu breiten, in Ballungszentren nicht mehr wirtschaftlichen Grundstücken kombiniert.
Nach vielen weiten Änderungen wurde die wirtschaftlich günstigste Hausbreite für Reihenhäuser und Doppelhaushälften gefunden.
Eine weiterer Optimierung bezüglich der Optimierung der Dachflächen für Photovoltaik wurde auch die wirtschaftlichste Dachform gefunden. Das Ergebnis war und ist die Hausvariante Village.
Dieser Haustyp wurde als erstes als Ein- und Zweigeschossiger Haustyp entwickelt.
Das Ergebnis überzeugte mich als Architekt und Sachverständiger für Barrierefreies Bauen. Nicht jedoch meinen Vater. Dieser bemängelte das in den Doppelhaushälften und den Reihenhäusern kein Platz für eine Aufzugsanlage vorgesehen war.
Erneut machte ich mich daran die Planung zu prüfen. Zuerst betrachtete ich die Forderung nach einer Aufzuganlage im Reihenhaus als unlösbar. Nach einigen Skizzen und Versuchen fand ich tatsächlich* eine Lösung.
Nunmehr können fast alle Haustypen vom Keller bis zum Dachgeschoss barrierefrei nach DIN 18040-2 R mit einem Aufzug erschlossen werden.
An dieser Stelle sage ich noch einmal Danke für die Sturköpfigkeit meines Vaters.
Ohne seine Sichtweise : Geht nicht ? – Gibt es nicht ! wäre nicht die Planung der weltweit ersten barrierefreien Reihenhäuser* als Einfamilienhäuser entstanden.
01. Januar 2026 Volkmar Wolfram Ortlepp
*P.S Ein paar Jahre später habe ich den Versuch unternommen die Häuser verkehrt herum „zusammen zu bauen.“
Entgegen meiner Erwartung ist das Experiment nicht nur erfolgreich abgeschlossen worden, es übertrifft mit den Ergebnissen teilweise die seit 2014 erstellten Serienhäuser.
Ich werde die Häuser als Variante S voraussichtlich im Jahr 2026/27 als zusätzliche Varianten der Serienhäuser veröffentlichen.
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